Jena – Eine Stadt zwischen Historie und Hightech
Die Stadt Jena ist geprägt von einer geschichtsträchtigen und intellektuellen Vergangenheit. Hier wirkten Goethe und Schiller, hier wurde die Frühromantik begründet und sogar Napoleons Feldzüge kreuzten die Stadt. Große Denker und Gelehrte zog es nach Jena und so bildete sich eine einzigartige kulturelle und auch wissenschaftlich-wirtschaftliche Infrastruktur in der Saalestadt.
Jena wurde 1236 als Stadt beurkundet. Seit der Gründung der Universität 1558 ist Jena einer der berühmtesten Studienorte in Deutschland. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erreichte die Universität ihre erste Blütezeit. Durch die enge Beziehung zur nahen Residenzstadt Weimar und die Förderung durch den Dichter und Minister Goethe erlebte die Saalestadt nach 1785 ihre klassische Zeit und wurde zum bedeutendsten geistigen Zentrum in Deutschland.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Jena dank der Arbeit des wissenschaftlich- wirtschaftlichen Dreigestirns Carl Zeiss, Otto Schott und Ernst Abbe zur Industriestadt. Durch ihre Zusammenarbeit entstanden die weltbekannten Zeisswerke und das Jenaer Glaswerk Schott und Genossen. Die effektive Kooperation zwischen Forschungsinstituten und Wirtschaftsunternehmen hat sich bis heute bewährt und begründet Jenas außerordentlichen Ruf als Hochtechnologiestandort.
Über die bahnbrechenden Erfindungen und das damalige Arbeitsumfeld jener klugen Köpfe kann man sich heute im Optischen Museum mit der historischen Zeisswerkstatt oder auch im Zeiss-Planetarium, dem dienstältesten Planetarium der Welt, ein Bild machen.



